
Elektrosanierung im bewohnten Altbau: was auf Sie zukommt
Ausziehen muss dafür niemand – planen schon.
Zuerst die Bestandsaufnahme
Am Anfang steht kein Angebot, sondern eine Aufnahme: Welche Stromkreise gibt es, wie sind sie abgesichert, wo verlaufen die Leitungen, welchen Querschnitt haben sie, gibt es einen Schutzleiter? Erst danach lässt sich sagen, was ersetzt werden muss und was bleiben kann.
Das Ergebnis ist eine Liste in drei Gruppen: sicherheitsrelevant, sinnvoll, verzichtbar. Sie entscheiden anhand dieser Liste – nicht anhand einer Pauschalempfehlung.
Abschnittsweise statt am Stück
In einer bewohnten Wohnung arbeiten wir raumweise. Ein Raum wird geöffnet, neu verlegt, geschlossen und wieder in Betrieb genommen, bevor der nächste beginnt. Das dauert insgesamt länger als eine Sanierung in der leeren Wohnung, hält aber jeden Abend einen benutzbaren Zustand her.
Zentrale Arbeiten – Zählerschrank, Hauptleitungen, Verteiler – bündeln wir auf möglichst wenige Tage und kündigen die Abschaltzeiten vorher an, damit Homeoffice, Kühlschrank und Medizintechnik planbar bleiben.
Staub, Lärm und was dagegen hilft
Schlitze in Massivwänden sind laut und staubig. Wir arbeiten mit Absaugung, staubdichten Abschottungen zu den übrigen Räumen und abgedeckten Böden. Ganz ohne Staub geht es nicht – mit Vorbereitung bleibt er aber im Arbeitsraum.
Wo es die Substanz erlaubt, vermeiden wir Schlitze ganz: über Fußleistenkanäle, Hohlräume in abgehängten Decken, Kabelkanäle in Nebenräumen oder die Nutzung vorhandener Leerrohre.
Was den Preis bestimmt
Nicht die Zahl der Steckdosen, sondern die Zugänglichkeit. Eine Wohnung mit Hohlwänden und erreichbaren Leitungswegen ist ein anderer Aufwand als eine mit Massivwänden, Stuckdecken und Estrich ohne Leerrohre.
Deshalb trennen wir im Angebot Material und Lohn. Sie sehen, welcher Teil aus gekauften Bauteilen besteht und welcher aus Arbeitszeit – und können am zweiten Teil erkennen, wo eine andere Trassenführung Geld spart.
Was am Ende vorliegen sollte
Ein Verteilerplan mit benannten Stromkreisen, ein Prüfprotokoll und eine Einweisung. Das klingt nach Formalie, ist aber das, was bei jedem späteren Eingriff – durch uns oder durch andere – Zeit und Geld spart.
Häufige Fragen
Können wir während der Sanierung in der Wohnung bleiben?
In aller Regel ja. Wir arbeiten raumweise und stellen jeden Abend einen betriebssicheren Zustand her. Nur für zentrale Arbeiten am Zählerschrank gibt es angekündigte Abschaltzeiten.
Wie lange dauert eine Wohnungssanierung?
Das hängt von Größe und Bauweise ab. Verbindlich sagen wir es erst nach dem Ortstermin – eine Zahl vorher wäre geraten.
Muss immer die ganze Wohnung gemacht werden?
Nein. Häufig sinnvoll ist eine Abschichtung: zuerst Zählerschrank und Schutzmaßnahmen, dann die Räume mit dem größten Bedarf, der Rest bei der nächsten Renovierung.
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